Radtouren - Tourenvorschläge
Rund um den Dümmer
Der Dümmer: Ein sagenhafter See. Vor rund 12.000 Jahren ist er nach der letzten Eiszeit entstanden. Vor rund 9.000 Jahren war er noch riesengroß. Die Menschen damals brauchten viele Tage, den See zu umrunden. Heute geht's schneller: Gemütlich in ein paar Stunden.
Wir beginnen beim Dümmer-Museum in Lembruch, dem alten „Lewenbrocke”. Im 12. Jahrhundert von den „Wischfriesen” gegründet, die den Sumpf um den Dümmer trocken legten. Der Deich um den Dümmer wurde erst 1953 fertig gestellt. Auf ihm einmal um den See wandern: Wo gibt's das sonst? Bis Dümmerlohausen ist es bequem, dann wird's urig. Mit festem Schuhwerk gibt es aber kein Problem. Die „Alte Hunte” trennt Hannoversches vom Oldenburger Gebiet. Dort im Dreieck liegen die jung-steinzeitliche Siedlung „Huntedorf 1”, 1938—1940 ausgegraben und drei weitere urgeschichtliche Siedlungen bis zur römischen Eisenzeit (um die Zeitenwende).
In Dümmerlohausen besteht, nach vorheriger Anmeldung, die Möglichkeit eine Aalräucherei zu besichtigen und anschliessend einen Fischimbiss zu genießen.
Die „Dobben” am Dümmer-Westufer sind Naturschutzgebiet. Deshalb machen wir einen Bogen und fahren durch die Dörfer des ehemals Bischöflichen Oldenburgischen Münsterlandes. Agrarland und Niedermoor wechseln ab. Der Schäferhof grüsst von Weitem. Die Störche mit ihm. Bekassine, Kiebitz und andere Vögel stürzen vom Himmel, schützen ihre Jungen im Naturschutzgebiet „Ochsenmoor”. In Hüde nistet ein weiteres Storchenpaar. Ausserdem empfiehlt sich ein Besuch der Naturschutzstation, von wo eine Wanderung über den Naturlehrpfad beginnt. Die Terrasse am Deich lockt, sich hinzusetzen und der Abendsonne zuzusehen, wie sie im See verglüht. Dümmer-Tour.
Fahrtstrecke: ca. 30 km
Hinweis: Mit einer Bootstour auf einem Großsegler von Hülde oder Lembruch zum Olgahafen in Dümmerlohausen kann man die Radtour zu einer kombinierten „Boot- und Bike-Tour” werden lassen. Bitte vorher bei Bright Side Tours anmelden.
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Bike & Boot Tour
Radfahren ist eine herrliche Sache, doch wenn sie einmal eine andere Perspektive der Landschaft sehen möchten, sollten Sie unbedingt eine Kanutour unternehmen.
Nach einer kurzen aber gründlichen Einweisung starten Sie in Lembruch und paddeln auf dem ruhigen Fluß „Lohne“ nach Diepholz. Unterwegs bringen wir Ihnen gerne einen Imbiss an das Ufer.In Diepholz stehen die Fahrräder wieder bereit und nach der Besichtigung der Innenstadt, sollten Sie unbedingt einen Abstecher zum Moorerlebnispfad machen.
Fahrtstrecke: 11 km oder 19 km / Kanutour: 2,5 Paddelstunden
Bitte melden Sie die Kanutour rechtzeitig bei Bright Side Tours an.
Bergbau Tour
Die Dammer Berge: Die Westseite des Dümmers. 200.000 Jahre jung. Aufgeschoben von den Eiszeiten. Mehrfach vom Eis überfahren. Deshalb „Stauch-Endmoräne”. Brachte dabei den Kreidemeeruntergrund in Unordnung und damit Eisenerz etwas mehr nach oben.
Damme: Bergbaustadt bis in die siebziger Jahre hinein. Heute künden nur das Stadtmuseum und der ehemalige Klärteich, der „Bergsee”, davon. Nach Aufstieg zum Aussichtsturm auf dem Mordkulenberg mit finsterer Räubergeschichte geht's rasant hinab ins Dümmerbecken.
Der See: Das Boot wartet. Sanft schaukelt es. Die Wellen plätschern. Leise knattert das Segel. Der Dümmer: Maritimes in Nordwestdeutschland.
Hinweis: Die Fahrtstrecke kann ab Dümmerlohausen verkürzt werden: Mit dem Großsegler nach Hüde oder Lembruch übersetzen. Bitte vorher bei Bright Side Tours anmelden, um sich abholen zu lassen. Es gibt aber auch einen sehr schönen Radweg über den Deich.
Ab Dammer Stadtmuseum steigt die Fahrtstrecke zum Bergsee stetig an. Die Abfahrt vom Mordkulenberg ins Dümmerbecken ist relativ steil. Gute Bremsen sind erforderlich.
Tagestour, Fahrtstrecke: ca. 40 km
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Dümmer Dörfer Tour
Der Wind streichelt die Haut. Die Sonne blinzelt hinter weißen Wolken. Gekreuzte Pferdeköpfe leuchten auf. Eintauchen in Vergangenes. Dort ein Stein, hier eine Irminsäule. Dümmer - Geschichte grüßt. Lembruch, Sitz der Grafschaft der „Wischfriesen”. Hüde mit seinen alten Niedersachsenhäusern. Marl, das sächsische „Merlo” mit seinem wieder errichteten Thie-Platz. Hagewede, die Kampsiedlung „im Gehölz”.
Lemförde, das „Lewenvorde” der Diepholzer Edlen. Der „Amtshof” auf den Grundmauern der Burg, fast verfallen, strahlt heute im Glanz der Geschichte. Mit ihm der Flecken Lemförden, Sitz der Samtgemeinde.
Quernheim, fränkisch Ort einer Mühle, erster Hinweis auf die Franken. Am Rand der längsten inländischen Düne Nordeuropas Rückblick auf fast dreihundert Jahre jüdischen Lebens in Lemförde: der jüdische Friedhof.
Brockum: der geschichtlich älteste Ort am Dümmer. Schlusspunkt des Kampfes zwischen Sachsen und Franken. Hier lädt außerdem das gemütliche Scheunenkaffee zum Verweilen ein.
Die Dörfer am Dümmer: Lebendige Geschichte.
Fahrtstrecke: ca. 30 km
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Dümmer-Kirchen-Tour
Widukind: Sächsischer Herzog und Widersacher der Karolinger. Der Vater des Geschlechts wurde später der Große genannt. Heilig gesprochen, weil endlich Irminsul gefallen war und dafür das Kreuz stand. Die fränkischen Missionare erreichten auch Dielingen: Keimzelle der Christianisierung des Dümmerlandes.
Burlage: Klostergründung der Bischöfe von Minden. 24 Benediktinerinnen hüteten es bis zur Reformation. Der Dreißigjährige Krieg hinterließ auch hier seine Spuren: Die Sakristei mit ihren 12 Aposteln ist der Rest der Klosterherrlichkeit. „Anna Selbdritt” trauert im barocken Kirchenschiff. Die Edlen von Diepholz, später selbst ernannte Grafen, von den Welfen geschützt, drängten bischöflich-mindener Einfluss zurück. Lemförde erhielt seine Burg. Damit auch eine Kirche. Die jetzige als dritte ist neo-romantisch. Eine frisch sanierte Hundertjährige.
Fahrtstrecke ca. 25 km
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Moorschnucken Tour
Bei Moorschnucken, handelt es sich um eine besondere Schafrasse aus der Diepholzer Moorniederung.
Nach der Durchquerung des Lembrucher Bruchs erreichen Sie das Rehdener Geestmoor. Dort besteht die Möglichkeit eine Schäferei zu besichtigen, anschließend kann ein kleines Grillen veranstaltet werden . Weiter geht es über den Moordamm. Während des Fruchtstandes des Wollgrases (Wollgrasblüte) im Mai und zur Heideblüte im August, genießen Sie hier eine besonders herrliche Aussicht. Nach der Durchquerung des Oppenweher Moores kommt Brockum in Sicht, wo Sie im Scheunenkaffe einkehren können. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Dümmer.
Fahrtstrecke: ca. 50 km
Hinweis: Bei Interesse die Schäferei zu besichtigen, sollten Sie bei Bright Side Tours vorher Bescheid geben.
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Stemweder Berg Tour
50.000 Millionen Jahre grüßen. Im Tertiär wurde er aufgefaltet: Der Stemweder Berg. Aus dem Kreidemeer: 200.000 Millionen Jahre alt. Deshalb auch die Ammoniten. Bis zu einem Meter Durchmesser. Im Dümmer-Museum in Lembruch können sie bestaunt werden.
Durch die Kulturlandschaft am Dümmer über Lemförde nach Stemshorn. Hinauf zum Berg. Am „Schwedenstein”, dem Schlusspunkt der dreihundertjährigen Auseinandersetzung zwischen den Bischöfen von Minden und dem Grafen von Diepholz, vorbei ins Westfälische. Wieder zum Berg hoch auf den Kammweg, auch „Weißer Weg” genannt. Kurzer Halt beim bronzezeitlichen Hügelgrab, dann geht's rasant abwärts in Richtung Oppendorf.
Nach einem Schwenk in Richtung Westen am jüngsten Grenzstein zwischen Königreich Preußen und Königreich Hannover vorbei in die ehemals fränkische Siedlung Brockum. Dort Möglichkeit zur Einkehr im Scheunenkaffee. Der Dümmer leuchtet von weitem. Dorthin zurück durch das „Fladder”, dem urbar gemachten Niedermoor.
Tagestour, Fahrtstrecke: ca. 40 km
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Varus Tour
Als die Römer frech geworden zogen sie in Deutschlands Norden... Jedoch erlitt das Römisch Reich hier eine seiner größten Niederlagen. Nach neuesten geschichtlichen Erkenntnissen hat die bekannte Schlacht am Teutoburger Wald nicht dort, sondern 30 km nördlich vom Dümmer See stattgefunden.
Nach einer kurzen Strecke am See entlang, geht es weiter durch das Rüschendorfer Moor, weiter in das Venner Moor, wo im Jahre 9 nach Christus die besagte Schlacht stattgefunden hat. Nach der Besichtigung des Museums mit den Ausgrabungsfunden und den Ausgrabungsstätten, geht es zurück zum Dümmer See. Die Ausgrabungen sollte sich jeder geschichtlich Interessierte unbedingt ansehen.
Fahrtstrecke: ca. 70 km
Hinweis: Für die Besichtigung des Museums und des Geländes sollten Sie mindestens 2,5 Stunden kalkulieren. Am Ausgrabungsgelände befindet sich ein Restaurant. Besondere Führungen können über Bright Side Tours bestellt werden.
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Wasser Luft Tour
Die Lohne: Hauptabfluss des Dümmers. Im 16. Jahrhundert von Menschen ausgehoben. Dümmerentwässerung und ehemals Wirtschaftsweg nach Diepholz. Inmitten des Moores, heute Kulturlandschaft mit Fahrradweg. Idyllisch, teilweise entlang der Bahnstrecke Hamburg-Bremen-Ruhrgebiet, 1870 mit privaten Mitteln gebaut.
Diepholz, Kreisstadt mit eigenem Flugplatz. Vorher aber unbedingt zum Moor-Erlebnispfad. „O, schaurig ist's, übers Moor zu geh'n”. Dort nicht.
Erklärungstafeln vermitteln. Natur kommt zurück. Eine Rohrweihe streicht vorbei. Ruhe.
Flugplatz „fdd”: Flugplatz Diepholz-Dümmerland. Auf zum Rundflug übers Dümmerland: Der See glänzt im Sonnenlicht. Segel leuchten. Menschen grüßen. Die Kamera hält's fest.
Wieder auf dem Boden. Strahlende Gesichter. Zurück durch die Bruchlandschaft zwischen Dammer Bergen und Dümmer.
Tagestour, Fahrtstrecke: ca. 40 km
Hinweis: Ein Rundflug (mind. 4 Personen) ab dem Flugplatz „fdd” sollte unbedingt rechtzeitig bei Bright Side Tours angemeldet werden.
Diese Tour lässt sich auch hervorragend mit einer Kanutour kombinieren, siehe “Bike & Boat Tour“
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